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Gründung des Netzwerk SeelenOase

 
Das Netzwerk SeelenOase ist eine Vereinigung der Selbsthilfegruppen aus Leverkusen und Umgebung. Es sind Gruppen, deren Mitglieder seelische Probleme haben. Darunter sind die Krankheitsbilder: Depression, Bipolar (manisch depressiv), Borderline, Panik und Angst, Essstörung, Trauma etc. sowie Angehörigengruppen.
 
Wir laden ein zu gemeinsamen Aktionen und Unternehmungen wie: gemeinsames Frühstück, Vorträge, Ausflüge und vieles mehr.
 
Das Netzwerk SeelenOase ist eine Gruppierung des WoGe e.V. und verfügt zusätzlich über eine eigene Internetseite. Wissenswertes über Veranstaltungen und Termine ist unter
www.netzwerk-seelenoase.de zu finden. Treffpunkt ist das SPZ-Leverkusen
 
Koordination:
 
Hartmut Stobbe
Potsdamer Str.1
51377 Leverkusen
Telefon (0214) 311 09 95
und
 
Claudia Schmitz
Gustav-Heinemann-Str. 10
51377 Leverkusen
Tel. 0214-3126444
 
 

Tätigkeitsbericht 2009

Organisatorisches

Neben den Förderanträgen für die Selbsthilfegruppen bei den Krankenkassen, konnten wir erneut erfolgreich beim Gesundheitsamt eine Förderung für die SHG SEGEL beantragen. Durch besonderen persönlichen Einsatz ist es uns gelungen, für unser Projekt Genesungsbegleitung beim LVR eine Fördersumme von 1200,- € zu bekommen.

Laufende Vereinsarbeit

Mit 2 Arbeitstreffen und wöchentlichen Telefonkonferenzen per Skype haben wir die notwendigen organisatorischen und planerischen Aufgaben gemeinschaftlich beraten und erarbeitet. Zu unseren Telfonkonferenzen durften wir nun auch Claudia Schmitz unsere 2. Vorsitzende und in der 2 ten Jahreshälfte auch Hartmut Stobbe begrüßen, die unsere Arbeit durch ihre Beiträge ergänzt haben. Herr Stobbe hat bei den Sitzungen die Protokollführung übernommen und das Beschlussbuch geführt.

In vielen unzähligen Telefonaten haben wir Menschen in schwierigen Situationen Beistand geleistet, und sie auf ihrem Weg zur Genesung begleitet.

Krisenbegleitung: Wir (Bärbel, Claudia, Hartmut und Karolin) haben 21 Personen in der Krise begleitet und so mit Tat und manchmal auch Rat Hilfestellung geleistet mit Telefonaten, Besuchen, Begleitung bei Behördengängen und Klinikbesuchen. Einige davon wurden kontinuierlich über das Jahr in der Stabilisierung begleitet. Dadurch konnten einige Klinikaufenthalt vermieden oder deutlich verkürzt werden.

Die Mitarbeit in der „ Kontaktstelle für Psychiatrie-Erfahrene“ haben wir aufgrund der guten Besetzungssituation durch andere Helfer etwas reduziert. Bei Engpässen wurde verschiedentlich eine Vertretung organisiert. Jeden Montag von 11 bis 14 Uhr haben hier Menschen in Krisensituationen eine niedrigschwellige Anlaufstelle wo sie Beratung und ein offenes Ohr finden. Dieses Projekt ist unterhalten von einem befreundeten Verein. www.netzwerk01.de.

Die Mitarbeit beim BPE ( Bundesverband für Psychiatrie-Erfahrene ) und die Teilnahme an der Arbeitsgruppe Netzwerk01 wurden weiter fortgeführt. Darüber hinaus haben wir an den Treffen des LPE, jeden 2. Mittwoch im Monat, mitgewirkt. Der LPE hat es sich u.a. zur Aufgabe bemacht, Konzepte mit Tipps und Tricks Krisen zu bewältigen an Einrichtungen verschicken.

Zusammen mit Herrn Spleet wurde mehrfach Aushilfe bei der Betreuung in Wohnheimen geleistet.

Seit Mitte 2009 versuchen wir für Betroffene die Lücke der Angebote am Wochenende zu schließen. Jeden 2. Samstag finden Netzwerktreffen der Selbsthilfeinitiative "Hand in Hand" statt, an denen wir aktiv mitwirken.

SH-Gruppen

Segel (Seelische Gesundheit Leben)

Trotz einiger persönlicher Härten im Jahr 2009 haben die SHG Segel weiter moderiert. Nachdem wir jetzt zweimal hintereinander Förderung vom Gesundheitsamt erfolgreich beantragen konnten, steht einer Förderung auch für dieses Jahr nichts im Weg. Eine genaue Beschreibung über die Ziele und die Arbeitsweise der Gruppe finden Sie unter www.woge-verein.de. Die SHG trifft sich einmal monatlich am 2ten Dienstag im Monat.

GeBe (Genesungsbegleitung gegenseitig)

Die von Frau Lorenz geleitete Gruppe setzt sich intensiv mit dem Thema Genesungsbegleitung aus-einander. Dabei werden eigene Strategien entwickelt um neue individuelle Wege zur Stabilisierung finden. Besonders soll dabei auch das Thema Stressbewältigung mit wirksamen Methoden behandelt werden. Die SHG- GeBe ist aus der Gruppe PAUSE ( Psychose, Alkoholabhängigkeit und Suchterfahrene ) hervor, die schon seit 2001 bestand. Menschen mit Doppeldiagnose (Psychose und Alkoholabhängigkeit, Sucht ) sind auch doppelt betroffen. Oft passieren Rückfalle in die Alkohol- oder Drogenabhängigkeit, aber auch in die Psychose, oder gar eine Drogen induzierte Psychose. Daher ist eine SH-Gruppe mit Doppeldiagnose- Betroffenen eine besondere Herausforderung, die von Frau Lorenz trotz ihrer persönlichen Situation sehr gut gemeistert wird. Die SHG- GeBe wird vom Verein WoGe e. V. betrieben, steht aber auch dem Netzwerk 01nahe. Treffen alle 14 Tage

Seelenoase

Mit der Seelenoase hat der Verein Woge e.V. ein neues Standbein in Leverkusen bekommen. Hier entsteht ein Netzwerk von Selbsthilfegruppen, die mit gemeinsame Aktionen zu ihrer Genesung beitragen wollen. Darunter sind z.B. die Diagnosen Depression, Psychose, Borderline, Angst und Panik, Bipolar, Essstörung sowie Angehörigengruppen.

Im SPZ in 51373 Leverkusen-Manfort werden Selbsthilfegruppen, die sich mit psychischen Krankheiten befassen, gemeinsame Aktionen und Veranstaltungen in Leverkusen angeboten. Alle Aktionen stehen unter dem Motto: “Trialog“  (Betroffene,  Angehörige und Fachleute).

Darüber hinaus wird für eine gute Lobby in der Gesellschaft geworben und informiert und für eine bessere Integration gesorgt, um aus dem Inseldasein heraus zukommen und der Stigmatisierung entgegenzutreten.

Die SHG "Obenauf" für Menschen mit seelischen Problemen trifft sich montags um 18.30 Uhr
Die SHG "Balance" für Menschen mit bipolaren Erkrankungen (manisch-depressiv) trifft sich z.Z. immer montags um 18.30 Uhr.
 
Eine Gruppe für Menschen mit Borderlinestörungen findet sich momentan im Gründung.
Mehr Informationen dazu unter www.netzwerk-seelenoase.de

Um hier für Betroffene ein interessantes Angebot für das Wochenende zu schaffen finden folgende Aktivitäten statt:

Jeden 4. Samstag im Monat 13.00 - 16.00 Uhr "Kochgruppe", gemeinsam einkaufen und kochen. 16.00 - 18.00 "Kreative Selbsthilfe" gemeinsam singen oder andere kreative Aktionen planen.

Jeden 1. Sonntag im Monat, 15.00 - 18.00 Uhr: Frauengruppe "Seelentanz", für Frauen die sich nach Lebenskrisen stabilisieren und verändern wollen. Gemeinsames Essen und Achtsamkeitsübungen 

nach Anleitung eines Arbeitsbuches ergänzt durch Bewegung wie Qi Gong oder Entspannungs-übungen.

Jeden 3. Sonntag: "Literaturcafé", Texte lesen, Texte schreiben, vielleicht in Zukunft improvisierte Theaterstücke einüben oder Theaterstücke lesen, sich in eine Rolle versetzen. Ein Buch gemeinsam lesen.

Die Aktivitäten in Leverkusen wurden durch die wertvolle Arbeit von Frau Claudia Schmitz und Herrn Hartmut Stobbe möglich gemacht.

 
Projekte

Projekt Krisenpension/ Krisenbegleitung

Die Mitarbeit am Arbeitskreis „ Initiative Krisenpension „ haben wir auf Grund von Zeitmangel zunächst zurückgestellt. Darüber hinaus schien uns in der letzten Zeit keine wirkliche Fortentwicklung stattzufinden. Die Initiative Krisenpension/ Krisenbegleitung möchte ein Alternativangebot für Menschen in der Krisensituation schaffen, das es ermöglicht Krisen möglichst selbstbestimmt, mit möglichst wenig Medikamenten konstruktiv zu durchleben. Die Teilnehmer an diesem Projekt kommen aus verschiedenen Organisationen und Vereinen im Umfeld der Selbsthilfe und der psychiatrischen Versorgung und sind trialogisch zusammengesetzt. Der Verein Woge hatte sich seit den ersten Anfängen an dem Projekt beteiligt und maßgebliche Beträge zur Konzeption geleistet.

Die angestrebte Form der Krisenbegleitung entspricht der schon länger praktizierten Arbeit in der Krisenbegleitung durch Woge. Da es zu keiner Einigung über eine Organisationsform in Sinne unseres Vereins gekommen ist, und die anderen Teilnehmer ihre individuellen Vorstellungen nicht gewahrt sahen, haben wir uns entschlossen unsere Energien mehr in unsere eigene Krisenbegleitung zu investieren, und zwar unter dem Projektnamen Genesungsbegleitung.

Projekt „Selbsthilfe als Partner und Motor“ 

Mitarbeit beim BApK ( Bundesverband Angehöriger psychisch Kranker ). Betreuung des Projektes

„Selbsthilfe als Partner und Motor„, welches vom Bundesministerium für Gesundheit finanziell gefördert wird. Damit eine bessere Kommunikation unter den gesamten Gruppierungen ( Selbst-hilfegruppen, Vereine, Institutionen und Organisationen ) stattfinden kann soll zunächst eine Internet- Plattform errichtet werden, in der alle Gruppierungen veröffentlicht werden, die an einer Zusammen-arbeit interessiert sind. Damit möchten wir die Selbsthilfe unterstützen aus ihrem Schattendasein herauszukommen. Des weiteren sind Zusammenkünfte in Form von Arbeitsgruppen und Tagungen geplant.

Projekt Antistigma

Das „ Antistigma-Projekt“ wurde durch Teilnahme an mehreren Schulungen und an einer Ausbildung für Profis unter der Leitung von Lena Freimüller (Psychologin) an der Uniklinik unterstützt. Dazu fanden folgende Schulprojekttermine unter der Leitung von Frau Lorenz statt:

Schulprojekte
Folgende Schulprojekttermine fanden unter der Leitung von Frau Lorenz statt:
    Schulprojekt an der Uni-Klinik in Köln:
    Schulprojekt an der Realschule in Wassenberg
    Schulprojekt kath. Fachhochschule in Köln.
     
Projekt Genesungsbegleitung
Da es uns gelungen ist, für das Projekt Genesungsbegleitung eine Förderung vom LVR zu bekommen, konnten wir die Weiterentwicklung des Konzeptes fortführen und noch mehr Menschen in Krisensituationen unterstützen s.o.. Da wir aber schon lange am Limit unserer Kapazität angelangt sind, wollen wir nun die Zahl unserer Genesungsbegleiter vergrößern. Durch die Fördergelder konnten wir einige nötige Büromaterialien wieder auffüllen und eine Anzeige im Kölner Stadt-Anzeiger finanzieren, die uns helfen soll neue ehrenamtliche Helfer zu gewinnen.

Die weitere Planung sieht einen ersten Informationstermin zum besseren Kennenlernen der neuen Helfer vor, der am 6.3. 2010 im Anschluss an die Mitgliederversammlung stattfinden soll. Diesem sollen dann mehrere Schulungstermine folgen. Für die geplant Schulung sollen entsprechende Schulungsmaterialien zusammengestellt werden, um die neuen Helfer möglichst gut auf ihre Aufgabe vor zu bereiten.

Öffentlichkeitsarbeit in 2009

In den Rheinischen Landesklinik haben wir bei der Einrichtung eines wöchentlichen Besuchsdienst von Do.14-16 Uhr mitgewirkt.

In Zusammenarbeit mit Gradwanderer e.V. aus Köln wurde im Dezember ein zweistündiger Vortrag der Rechtsanwältin M. Stein zum Thema "Patientenrecht" organisiert. Frau Stein ist bereit, auf Wunsch auch zum Thema Betreuungsrecht zu referieren.

Darüber hinaus wurde über das Verteilen von Flyern und Infomaterial, persönliche Kontakte und Empfehlung Mitgliederwerbung betrieben und der Verein WoGe e.V. bei Sozialvereinen, Institutionen usw. vorgestellt.

Herr Stobbe hat in dem von ihm herausgegebenen Selbsthilfe-Magazin “Blitzlichter“ interessante Beiträge aus dem Bereich der Selbsthilfe veröffentlicht.

Durch unsere Anzeige im Kölner Stadt-Anzeiger konnten wir einiges öffentliches Interesse erwecken. Nachdem die Anzeige zunächst unvollständig, mit zum Teil fehlender Telefonnummer veröffentlicht wurde und sich nur durch Zufall eine Interessierte zu uns durchgefragt hatte, erwartete uns nach der zweiten Veröffentlichung eine unerwartet große Resonanz. Über Zwanzig potentielle Helfer haben sich gemeldet. Trotz der Bereitschaf, sich ehrenamtlich zu betätigen, ließen viele Bewerber schon durchblicken, dass sie langfristig eine Form von Aufwandsentschädigung für ihre Arbeit anstreben.

Sicher lassen sich noch deutlich mehr Helfer finden, wenn es gelingt mehr finanzielle Förderung zu bekommen.

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